Vereine und Verbände im Pastoralverbund
kfd Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Überblick
Die Kfd-Gruppen im PV Medebach

Die Anfänge der heutigen kath. Frauengemeinschaft reichen zurück bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts.

 

In Lille (Frankreich) entstanden um 1850 Gebetsgemeinschaften katholischer Mütter. Der Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel von Kettler übertrug diese Laienbewegung nach Deutschland und 1860 wurden in der Diözese Mainz die ersten katholischen Müttervereine gegründet. Andere Diözesen folgten bald dem Mainzer Beispiel. In den folgenden Jahrzehnten breiteten sich die Müttervereine über ganz Deutschland aus. Sie hatten die Erneuerung des praktisch religiösen Lebens in den Familien zum Ziel. Über die Familie hinaus wirkten sie mit an der Vertiefung des religiösen Lebens in den Pfarrgemeinden. Zudem leisteten sie wirksame karitative Hilfe in den zahlreichen sozialen Nöten der damaligen Zeit.

In der Diözese Paderborn gab es im Jahre 1915 bereits 266 Müttervereine mit ca. 7500 Mitgliedern. Um zielbewusst und zielsicher arbeiten zu können, wurde in diesem Jahr durch den damaligen Bischof Karl Josef Schulte der „Diözesanverband der Müttervereine der Diözese Paderborn“ gegründet. In den folgenden Jahren gab es weitere Zusammenschlüsse in anderen Diözesen. Prälat Hermann Klens, ein Priester der Diözese Paderborn, baute 1928 den Zentralverband der katholischen Müttervereine als Dachverband aller Gemeinschaften auf und wurde der erste Generalpräses. Er prägte 35 Jahre lang - bis 1963- die Arbeit des Verbandes. Er erkannte schon früh die Bedeutung der Seelsorge mit und für Frauen, förderte ein besseres Bildungsangebot und wurde Hauptleiter der die seit 1910 bestehenden Zeitschrift „Frau und Mutter“. Das gesamte katholische Organisationsleben wurde von den Nationalsozialisten überwacht und der Verband 1939 verboten. Trotzdem ging die Arbeit unter erschwerten Bedingungen der Kriegsverhältnisse in den Pfarreien weiter. Nach Kriegsende (1945) erfolgte in den Pfarreien ein Neubeginn. 1948 erschien die Zeitschrift „Frau und Mutter“ wieder und 1951 konnte auch der Verband unter dem Namen „Zentralverband der kath. Frauen- und Müttergemeinschaften“ weiter arbeiten. 1986 wurde eine neue Satzung des Verbandes herausgegeben. Diese war verbunden mit einem geänderten Namen: Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).


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